Einige Punkte, die Vielen in Baumberg augenblicklich auf den „Keks“ gehen. Einmal „Tacheles“ geredet!

Das aktuelle Ortsbild in Baumberg lässt so manchen erschaudern und gruseln. Überall Baustellen und Projekte! Natürlich bleibt so etwas bei all dem Wandel und der Veränderung nicht aus. Das ist normal, jedoch nicht der Punkt. Sauer sind mittlerweile eine ganze Reihe von Leuten, weil es entweder Projekte gibt, die einfach nicht weiter zu gehen scheinen, oder aber Themen, die im Monheimer Rathaus entschieden wurden, ohne größeren Einbezug der Bevölkerung. Im Einzelnen, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Der Zustand des Baumberger Friedhofs ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Schon vor Monaten wurde die alte Friedhofskapelle abgerissen. Danach stellte man fest, dass die notwendige und sinnvolle Ausschreibung keinen Erfolg gebracht hatte. Eine zweite Ausschreibung war dann notwendig. Die Bodenplatte ist auch schon seit Wochen wieder fertig gegossen. Dann nichts mehr. Dafür Bauzäune durch erhebliche Teile des Friedhofs. Überall Dreck und Ungepflegtes. Beerdigungen gestalten sich schwierig, wenn gleichzeitig die Bagger daneben lautstark arbeiten.
  • Das Bauprojekt „An der alten Aalräucherei“ ist ein Desaster. Wenige Häuser sind fertig erstellt und bezogen. Andere sind verputzt oder noch im Zustand des Rohbaus. Und das schon seit Monaten. Die Voraussetzung für die Genehmigung dieser überhaupt nicht ins Umland passenden Häuser war der Bau einer Tiefgarage durch den Bauträger. Das ist nicht geschehen! Warum man ihn nicht erst die Garage und dann die Häuser bauen lassen, bleibt wohl ein dem Bürger nicht bekanntes Geheimnis. Bleibt zu befürchten, dass der erst vor kurzem erstellte öffentliche Parkplatz stark von den neuen Anwohnern genutzt werden muss.
  • Der geplante Geysir zwischen Baumberg und Monheim nervt zunehmend. Erstens wollen viele Bürger diesen Standort nicht und zweitens zieht sich die bauliche Gestaltung schon über viele Wochen hin. Eine never ending Story?! Und wochenlange Verkehrsbeeinträchtigungen und Umwege… Dazu noch steigende Kosten. Da verzweifeln viele Bürger an der Planungskompetenz der Verantwortlichen.
  • Das Thema und die Zukunft des REWE-Marktes in Baumberg am Sportplatz ist in seinem Ausgang vollkommen offen und intransparent. Und das schon seit Wochen. Erhebliche Differenzen zwischen dem Eigentümer, der investieren will, und den Verantwortlichen der Stadt, die das in dem Maße wohl nicht wollen, sondern schon laut und vernehmbar die Verwendung des Areals für Zwecke der Wohnbesiedlung diskutieren. Was die Bürger wollen, ist klar und eindeutig: Sie wollen diesen Markt als Möglichkeit der lokalen Daseinsfürsorge erhalten.
  • Der Greisbach-Baggersee soll zur Marina ausgebaut worden. Viele wollen es gar nicht glauben! Aber leider denkt die Mehrheitsfraktion im Monheimer Rathaus wohl so! Ökonomisch sicherlich unsinnig, ökologisch bedenklich und zu diskutieren. Eine Umfrage hierzu hat ergeben, dass 80% der Teilnehmer dieses Projekt in dieser Form deutlich ablehnen. Die Mehrheitsfraktion hat zugesagt, Alternativen für die Nutzung zu prüfen. Bleibt zu hoffen, dass dies kein Deckmantel zur mehrheitsbedingten Durchsetzung der Marina-Idee ist, sondern wirklich ernst gemeint ist. Sonst hätte ja die Bildzeitung recht, die vor ein paar Wochen schrieb. „Monheim wird zu Monaco!“
  • Was noch fehlt, ist der geplante Neubau der Feuerwehr in Baumberg. Publiziert in der lokalen Presse wurde ein Entwurf, der in seinem Umfang wie ein Klotz in die Landschaft ragt. Dieser Stil passt überhaupt nicht in das gewachsene Umfeld. Die CDU hat daraufhin ein Architektenbüro um eine Alternative gebeten. Diese wurde von der Mehrheitspartei Peto ohne größere Diskussion abgelehnt. Bleibt abzuwarten, wie die Bürger Baumbergs die sehen.

Viele dieser Punkte werden in Baumberg emotional diskutiert. Manches vielleicht zu emotional, manches hat aber einen berechtigten Hintergrund. Was bleibt, ist das Gefühl, dass die Mehrheitsfraktion der Peto nach ihrem Gusto entscheidet. Die Bürger haben kaum eine Chance, sollten sie anders denken. Man wundert sich nur darüber, dass all dies Themen wenige Monate vor der anstehenden Kommunalwahl in dieser Häufung existieren und der Bewertung bei der Stimmabgabe erfolgt. Dann hoffen wir einmal für Alles das Beste!

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