Dr. Helmut Heymann: Neujahrsrede des BAB am 11. Januar 2015 im Bürgerhaus Baumberg

16.01.2015 Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde des Baumberger Allgemeinen Bürgervereins, ich begrüße Sie heute Morgen sehr herzlich im Bürgerhaus Baumberg. Es ist der 38. Neujahrsempfang des BAB, davon der 33. im Bürgerhaus. Kurz zur Erinnerung: Der BAB Neujahrsempfang war die erste große Veranstaltung nach Eröffnung des Bürgerhauses im Herbst 1981. Eingeladen wird zu diesem Neujahrsempfang nicht persönlich, sondern über die Presse und das Internet. Eingeladen ist jeder, unabhängig seiner Nationalität, seines Geschlechts, seiner Herkunft oder seiner Denke. Und viele kommen, so auch heute Morgen. Jung und Alt, Baumberger und Monheimer, Hiesige und Zugezogene. Sie alle begrüße ich und finde es toll, dass die Bude wieder einmal voll ist. Mein besonderer Gruß gilt dem ersten Bürger der Stadt Monheim am Rhein, Herrn Bürgermeister Daniel Zimmermann. Herr Bürgermeister, seien Sie herzlich willkommen. Das gleiche gilt auch für den Ehrenvorsitzenden des BABs, Herrn Dr. Dieter Stratmann. Lieber Dieter, schön, dass Du heute hier bist. Ich selbst halte diese Neujahrsrede jetzt zum 22. Mal. Die erste im Jahre 1991. Eine halbe Ewigkeit ist das mittlerweile her. Der Bildzeitung war es zwischen den Jahren eine ganze Seite wert, festzuhalten, dass Angelika Merkel in diesem Jahr ihre 10. Neujahrsrede gehalten hat. Würde Angelika Merkel auch noch ihre 22. Neujahrsrede halten, dann wäre ihre Amtszeit auch im Jahre 2027 noch nicht beendet. Ich überlasse die Bewertung ihrer persönlichen Einschätzung. 16.01.2015 Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde des Baumberger Allgemeinen Bürgervereins, ich begrüße Sie heute Morgen sehr herzlich im Bürgerhaus Baumberg. Es ist der 38. Neujahrsempfang des BAB, davon der 33. im Bürgerhaus. Kurz zur Erinnerung: Der BAB Neujahrsempfang war die erste große Veranstaltung nach Eröffnung des Bürgerhauses im Herbst 1981. Eingeladen wird zu diesem Neujahrsempfang nicht persönlich, sondern über die Presse und das Internet. Eingeladen ist jeder, unabhängig seiner Nationalität, seines Geschlechts, seiner Herkunft oder seiner Denke. Und viele kommen, so auch heute Morgen. Jung und Alt, Baumberger und Monheimer, Hiesige und Zugezogene. Sie alle begrüße ich und finde es toll, dass die Bude wieder einmal voll ist. Mein besonderer Gruß gilt dem ersten Bürger der Stadt Monheim am Rhein, Herrn Bürgermeister Daniel Zimmermann. Herr Bürgermeister, seien Sie herzlich willkommen. Das gleiche gilt auch für den Ehrenvorsitzenden des BABs, Herrn Dr. Dieter Stratmann. Lieber Dieter, schön, dass Du heute hier bist. Ich selbst halte diese Neujahrsrede jetzt zum 22. Mal. Die erste im Jahre 1991. Eine halbe Ewigkeit ist das mittlerweile her. Der Bildzeitung war es zwischen den Jahren eine ganze Seite wert, festzuhalten, dass Angelika Merkel in diesem Jahr ihre 10. Neujahrsrede gehalten hat. Würde Angelika Merkel auch noch ihre 22. Neujahrsrede halten, dann wäre ihre Amtszeit auch im Jahre 2027 noch nicht beendet. Ich überlasse die Bewertung ihrer persönlichen Einschätzung. Wenn ich nun in manche ihrer Augen schaue, so sehe ich Erstaunen, hoffentlich kein Entsetzen, dass ich immer noch so vor Ihnen stehe und rede, hatte ich doch in meiner letztjährigen Neujahrsrede gesagt: „Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich persönlich halte heute mit hoher Wahrscheinlichkeit meine letzte Neujahrsrede.“ Zugegeben. Ich sagte nicht, mit „absoluter“, sondern mit „hoher“ Wahrscheinlichkeit. Konrad Adenauer wird der Satz zugeschrieben: „Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern!“ Ich selbst schätze die Formulierung. „Stell dir doof und bleib intelligent.“ Aber so einfach will und habe ich mir das auch nicht gemacht. Das Ergebnis einer ganzen Reihe von Gesprächen und Kontakten hat bisher nicht dazu geführt, dass ich Ihnen heute Morgen meinen Nachfolger vorstellen kann. Selbst eine auf der Homepage von mir verfasste Stellenanzeige erbrachte nicht die gewünschte Wirkung. Es gibt leider in der heutigen Zeit immer weniger Menschen, die bereit sind, sich längerfristig zu binden und die ehrenamtliche Führung einer größeren Organisation zu übernehmen. Es gibt auch einige Kontakte, wo mir potentielles Interesse signalisiert wurde. Aber entweder waren diese Personen älter als ich selbst oder aber in einer beruflichen Situation, wo sie in den nächsten 2 Jahren den BAB nicht machen können. Wir haben ja noch 2 ½ Monate bis zur Jahreshauptversammlung des BABs. Vielleicht geht ja noch etwas! Und bis dahin gilt: Ich stehe dem BAB so lange uneingeschränkt, motiviert, engagiert, kommunikativ und kreativ zur Verfügung, bis eine überzeugende Lösung gefunden ist. So, das reicht zu diesem Thema. Kommen wir nun zu Monheim, zu Baumberg und etwas später zum BAB. 2014 war ein „herausragendes“ Jahr für Monheim und Baumberg. Dieses Wort „herausragend“ wähle ich hier nach 21 Neujahrsreden zum ersten Mal. Ich sage Ihnen das, um zu verdeutlichen, wie ich denke und dass ich mich in meiner Wortwahl eher vorsichtig verhalte, wenn ich die Gesamtdimensionen einer Stadt anspreche. Herr Zimmermann, Sie haben die Aktivitäten von Politik und Verwaltung in Ihren diesjährigen „Worte(n) zum Jahreswechsel hinreichend beschrieben. Habe ich Sie letztes Jahr bei Ihrer „Zusammenfassung der Aktivitäten des Jahres 2013“ noch in dem einen oder anderen Punkt kritisiert - Sie erinnern sich sicherlich noch an das Seniorenthema – so muss ich dieses Mal sagen: „Perfekt, auf den Punkt! Glückwunsch“. Ohne dies alles wiederholen zu wollen, hier die wichtigsten Punkte, natürlich aus meiner persönlichen Sicht:
  • die Senkung des Gewerbesteuersatzes auf den niedrigsten Wert in Nordrhein-Westfalen, für mich immer noch die wichtigste und zukunftsorientierteste Entscheidung der letzten Jahrzehnte. Herr Zimmermann, wir wünschen Ihnen allen viel Erfolg bei der eingereichten Klage gegen den Versuch des Landes Nordrhein-Westfalen, einen Teil dieser Gelder abzuziehen. Baumberg steht hinter Ihnen!
  • Und weiter: der Abbau der Schulden von 120 Mio. und den Aufbau einer Reserve von 130 Mio.
  • Hinzu kommt: der Rückkauf der MEGA-Anteile, einer der intelligentesten Investitionsentscheidungen in einer Zeit, in der man noch bestraft wird, wenn man sein Geld zur Bank bringt.
  • Nicht zu vergessen: der Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes als Voraussetzung für den Einsatz schnellster Technologien, für alle!
  • Wichtig: Viele Investitionen in Straßen, Kreisverkehre, Feuerwehr und Schulen, generell für die Anpassung der Infrastruktur an moderne Gegebenheiten.
  • Für die Zukunft: die Abschaffung der Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern und im Offenen Ganztag der Grundschulen.
  • Abschließend: die Schaffung von Wohnungen für obdachlose und asylsuchende Menschen als Beleg einer Stadt für alle!
Herr Zimmermann, zentral finde ich Ihren Satz: „Wir wollen Monheim am Rhein auf allen Ebenen zu einer „Stadt für alle“ entwickeln, für Kinder, Familien, Senioren, Menschen, die schon hier sind – und solche, die neu zu uns kommen.“ Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen! Heißt meine diesjährige Neujahrsrede nun „Friede, Freude, Eierkuchen?“. Eigentlich soll sie das nicht! Wie immer, spreche ich in meiner Neujahrsrede gerne auch etwas kritischere Themen an. Auch wenn das Jahr 2014 herausragend war, heißt das nicht, dass es nicht noch besser werden könnte. Wir alle müssen uns stetig fordern, um noch besser zu werden. Das gilt für alle. Im Einzelnen möchte ich folgende Themen kurz ansprechen: 1. Die Pflege der Grünanlagen im gesamten Stadtgebiet Ich spreche hier ein Thema an, das im abgelaufenen Jahr für viele Menschen in Baumberg, aber auch in Monheim, ein hoch ärgerliches und nicht zu verstehendes Thema war. Die Stadt schwamm im Geld und die Grünanlagen versanken im Unkraut! Unkraut überwuchere alles andere, insbesondere die über einen Meter hohen Disteln stachen in Auge. Hierbei nehme ich das Rathaus in einem Umkreis von Hundert Meter aus meiner Kritik heraus. Hier waren die Anlagen meistens sauber. Ich habe sowohl die zuständigen Herren aus der Stadtverwaltung als auch Sie persönlich, Herr Zimmermann, auf dieses Problem rechtzeitig gegen Ende des 2. Quartals hingewiesen. Bis auf ein „Ich kümmere mich darum!“ keine Reaktion. Zur Klarstellung: Am Bauhof lag das wirklich nicht. Hier herrscht immer noch die Personalstärke aus der Zeit der Haushaltssicherung. Anstatt aber etwas zu tun, wurde die Situation durch eine Reihe neuer Grünflächen noch verschärft. Als Beispiel sei hier der neue Bürgerpark in Baumberg zwischen Geschwister-Scholl-Str. und Bürgerhaus genannt. Und dann noch Sturmschäden im Grünbereich. Nach Monaten und Monaten des Nichts-Tuns, so scheint es zumindest, kommt die Lösung wohl 2015. Zusätzliche externe Kapazitäten sollen eingekauft werden. Zu gut Deutsch: Outsourcing. Das kann man ja, sofern es vernünftig geschieht, akzeptieren. Viele Beispiele zeigen jedoch, sofern es nicht vernünftig gemacht wird, dass Outsourcing schon nach wenigen Jahren teurer ist. Bleibt letztendlich die Frage, warum man das nicht schon Mitte des Jahres 2014, als das Problem sichtbar wurde, entschieden und umgesetzt hat. Oder: Warum hat man das Problem verschärft, ohne nach der Lösung gesucht zu haben. Wo bleibt hier die Flexibilität der Stadtverwaltung? 2. Die Aufarbeitung des demographischen Wandels in Monheim am Rhein In meiner letzten Neujahrsrede habe ich das Thema der Senioren in Baumberg und Monheim kurz angesprochen. Wird diese Zielgruppe entsprechend gewürdigt, gibt es genügend Angebote, wie sieht es beim Thema Altersarmut aus? Seit dem ist das Seniorenthema ein breites Thema in der Stadt geworden. Man redet darüber. Ich weiß das aus vielen Gesprächen und Kontakten, wo Senioren mich hierzu einfach ansprechen. Häufig verlaufen diese Diskussionen allerdings auch emotional und persönlich, nicht immer mit entsprechenden Informationen und Daten hinterlegt. Aber woher sollen diese denn auch kommen? Eine systematische Aufarbeitung der demographischen Entwicklung in Baumberg und Monheim gibt es einfach nicht! Im Rahmen des städtischen Inklusions-Projektes existiert allerdings eine von Michael Schlemminger-Fichtler geleitete Arbeitsgruppe, in der wertvolle Vorarbeiten hierzu geleistet werden. Ich selbst arbeite für den BAB hier auch mit, weil ich glaube, dass dieses Thema wichtig ist. Der neu geschaffene Generationen-Ausschuss, in dem neben 10 Politikern auch 10 Vertreter örtlicher Organisationen sitzen, hat in seiner ersten Sitzung, noch vor Weihnachten, beschlossen, ein Budget von 30.000,- Euro zur Aufarbeitung der demographischen Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Ich bin auf die Ergebnisse sehr gespannt und würde mich freuen, wenn die von Herrn Schlemminger geleitete Arbeitsgruppe in den Prozess integriert würde. Herr Zimmermann, ich weiß. dass Sie kein ausgesprochener Freund dieses Vorgehens sind, ich wäre Ihnen jedoch dankbar, wenn Sie das Ganze positiv unterstützen. Lassen Sie mich zur Demographie noch eine Bemerkung machen. Ich selbst habe wie auch die Jahre zuvor zwei Veranstaltungen in Baumberg besucht. Zum einen das offene Adventssingen des BAB, zum anderen die Weihnachtsveranstaltung des Seniorenkreises der Evangelischen Kirche. Beide waren von Senioren so gut besucht, wie seit Jahren nicht mehr. Das gleiche habe ich in der Presse auch über die Dezember-Veranstaltung der Seniorenunion im Bürgerhaus gelesen. Das sind natürlich alles Zeichen der demographischen Entwicklung. Und das wird so weitergehen, darüber müssen wir uns im Klaren sein. Die Stadt Monheim wird in den nächsten Jahren deutlich älter werden. Hierauf müssen wir uns einstellen, ob wir das mögen oder nicht. Und deshalb unterstütze auch ich die Aufarbeitung dessen, was kommen wird. 3. Die Planung des Dorfplatzes im Rahmen der Umgestaltung der Hauptstraße Sie alle kennen die Pläne zur Umgestaltung des Dorfplatzes in den Jahren 2015/2016. In einem beispielhaften Prozess der Bürgerbeteiligung wurde die anstehende Lösung gefunden. Der BAB trägt dieses Konzept mit. Ich weise allerdings darauf hin, dass die jetzigen Probleme damit nicht beseitigt werden. Es wird nicht mehr Parkplätze geben als bisher, ich hoffe, nicht weniger! Die Hauptstraße wird, wie bisher auch schon, eine Durchfahrtstraße sein und das Portfolio der vorhandenen Geschäfte wird nicht automatisch interessanter werden. Das Erscheinungsbild der Hauptstraße wird jedoch ein ganz anderes sein: einheitlicher, geschlossener, einfach schöner! Und hier liegt der Vorteil der Umgestaltung. Lassen sie mich an dieser Stelle einen kleinen Einschub machen. Immer wieder sprechen mich Menschen aus Baumberg darauf an, dass die Stadtverwaltung viele Aktivitäten in Monheim und wenige in Baumberg initiiert. Im Zusammenhang mit dem Kindertag, der letztes Jahr wegen einer Baumaßnahme von der Kapellenstraße auf die Brandenburger Allee verlegt wurde, schrieb mir eine Baumbergerin n handschriftlich auf ein DIN-A-5 Blatt: „Warum kommen die Monheimer wie in diesem Fall den Baumbergern nicht mal entgegen? Z.B. bis zur Bürgerwiese? Immer geht’s in Richtung Monheim! Wie z.B. Musikschule, Kinderfest, Stadtfest, Sommerkino, Konzerte, 360 Grad Aktionstage, u.a. Alle Feste, Aktivitäten in Baumberg finden ausschließlich durch das Engagement von Vereinen statt.“ Ungeachtet, ob das nun so ist oder nicht, so denken viele im Ortsteil Baumberg. Hierzu 1 Kommentar und eine Bitte von meiner Seite.
  • Ich persönlich empfinde das Engagement und den Einsatz vieler Vereine für den Ortsteil Baumberg ganz toll. Das ist prägend für die Kultur, die hier herrscht. Es ist besser, dass wir das auch weiterhin in Eigenregie machen, als dass die Stadt Monheim hier allzu stark eingreift.
  • Ich verstehe allerdings die beschriebene Meinung. Manchmal tut es emotional schon weh, wenn man sieht, dass das, was wir in Baumberg alles selber machen, in Monheim von der Stadtverwaltung übernommen wird. Das eine oder andere Könnte man sich auch in Baumberg vorstellen.
  • Und jetzt bin ich wieder bei der Hauptstraße. In Monheim wurden bei der Umgestaltung der Krischerstraße in 2014 insgesamt sechs 360- Grad -Aktionstage organisiert und durchgeführt. Hierbei handelte es sich um Samstage, an denen bestimmte Themen publikumsunterhaltsam dargeboten wurden. Mein konkreter Vorschlag, Herr Zimmermann, ist der, dass die Stadt bitte im Jahre 2015 oder 2016 etwas Vergleichbares auch in Baumberg auf der Hauptstraße organisiert. Baumberg wird Ihnen danken.
Nun zum Dorfplatz! Welche Auswirkungen hat die Umgestaltung der Hauptstraße auf den Dorfplatz unmittelbar neben der katholischen Kirche. Die Antwort aus Sicht des BAB ist eindeutig: Gar keine Auswirkungen, erhalten so wie er ist! Das ist uns in den Informationsveranstaltungen im Bürgerhaus auch so zugesagt worden. Es gibt allerdings auch eine Planungsunterlage der Stadt, die uns von der Stadtverwaltung zugeschickt wurde, die eine Verkleinerung des Dorfplatzes in Richtung Hauptstraße vorsieht. Damit, um das deutlich zu sagen, wäre die jetzige Funktionalität des Platzes nicht mehr gegeben. Wir werden im Januar noch eine Ortsbegehung mit den zuständigen Herren der Verwaltung durchführen und hoffen, eine Lösung zu finden, in der die Funktionalität erhalten bleibt. Der Dorfplatz ist neben dem Bürgerhaus das zweite Kommunikations-Zentrum Baumbergs, und das soll auch so bleiben. Ich bin aber ganz optimistisch, dass das auch gelingt. 4. Seit Jahren schon offen anstehende Themen. Hierzu zählen:
  • Die Rampe an der Baumberger Rheinterrasse existiert schon seit Jahren. Wann erfolgt endlich die Weiterführung des Weges in Richtung des Baumberger Camping-Platzes?
  • Die Situation des Einkaufszentrums Holzweg ist seit Jahren bekannt. Eine Lösung ist aufgrund der Eigentümerstruktur nicht in Sicht. Hat die Stadtverwaltung hier aufgegeben oder kommen neue Ideen ins Spiel?
  • Das Grundstück Hauptstraße, zwei Grundstücke neben dem ehemaligen Verkaufsraum der Bäckerei Busch, ist seit Jahren der größte Schandfleck in Baumberg, ungepflegt und voll mit Baumaterialien und Schuttähnlichem. Wie passt das zu dem neuen Erscheinungsbild der umstrukturierten Hauptstraße? Wie stellt man sich die Lösung vor? Wir wollen hier nicht wissen, warum was nicht geht, uns interessiert die Lösung!
Diese Themen haben mittlerweile einen sehr langen Bart. Ich selbst habe sie in den letzten Jahren immer wieder angesprochen und werde das auch die nächsten Jahre tun. Das Thema der heutigen Kielsgraben-Straße habe ich in meinen Neujahrsansprachen mindestens zehn Mal, wahrscheinlich aber häufiger angesprochen. Heute kein Thema mehr. Für Baumberg sicherlich sehr positiv zu vermerken: Die Verbesserung der Nahversorgung durch die Eröffnung des neuen EDEKA-Marktes und natürlich die Umgestaltung der Hauptstraße. Meine sehr verehrten Damen und Herren, kurz noch zwei Themen, die ich letztes Jahr angesprochen habe. Die Eröffnung der Monheimer Hausbrauerei hat sich leider etwas verzögert. Sonst hätte ich natürlich heute Morgen Monheimer Bier mitgebracht. Die Eröffnung wird im Frühjahr sein. Die städtischen Genehmigungen sind erteilt, die Bauarbeiten haben begonnen, das Sudhaus ist gekauft. Also auf ein Monheimer Bier beim nächsten Neujahrsempfang. Die Gründung der Monheimer Bürgerstiftung „Minsche vür Minsche“ ist im Frühsommer 2014 erfolgt. 21 engagierte Bürger dieser Stadt sowie die Raiffeisenbank Rheinberg haben gut 100.00,- Euro als Gründungskapital aufgebracht. Das Innenministerium des Landes hat die Gründungsurkunde im Herbst letzten Jahres ausgestellt. Die Gremien sind konstituiert. Vorstand und Kuratorium haben noch im November und Dezember ihre ersten Sitzungen abgehalten. Als erste Aktion haben wir einen Ideenwettbewerb gestartet. Gesucht und prämiert werden Ideen, die das Leben in den unterschiedlichsten Bereichen der Stadt lebenswerter machen. Der Wettbewerb läuft noch bis Ende Januar. Also bitte auch hier: Nachdenken und Mitmachen! Wir erwarten ihre Ideen. Ich möchte Sie auf eine weitere Aktion der Bürgerstiftung aufmerksam machen. Am 13. September 2015 um 17.00 Uhr, in der Aula in Monheim, findet ein Benefiz-Konzert mit den Bergisch-Gladbachern Symphonikern unter Leitung von Dr. Roman Salyutow statt. . Und nun was ganz Tolles. Der Rat der Stadt Monheim hat mehrheitlich entschieden, der Monheimer Bürgerstiftung 100.000,-- Euro zur Verfügung zu stellen. Und jetzt wichtig: Im sogenannten Matching-Verfahren. Für jeden Euro, der der Bürgerstiftung gespendet oder gestiftet wird, legt die Stadt Monheim einen Euro so zu sagen „oben drauf“. , bis zur insgesamten Höchstgrenze von maximal 100.000,- Euro. Sollten die Stiftungen und Spenden in 2015 einen Wert von 100.000,- erreichen, so würden noch einmal 100.000,- durch die Stadt drauf gelegt werden. Für alle Interessierten verweise ich auf den Flyer, der über die Stiftung informiert und der hier im Bürgerhaus ausliegt. Ausgelegt haben wie auch wie jedes Jahr die Übersichten über die Vereine bzw. Gruppierungen in Baumberg und die Termine. Wer noch keine BAB-Nadel hat, wende sich auch an die Damen an unserem Empfangstisch vorne im Bürgerhaus. Meine sehr verehrten Damen und Herren, noch ein Thema, das mir am Herzen liegt. Das wichtigste kommunalpolitische Ereignis des Jahres 2014 in Monheim, die Kommunalwahl im Mai. Wir alle kennen das Ergebnis: Der Erdrutsch schlecht hin, der Urknall in Monheim. Die PETO gewinnt rund 2/3, Herr Zimmermann glatt 95% aller Stimmen, „Mister 95%!“. Traditionelle Parteien verkümmern fast zu Splitterparteien: Ein Hauch vergangener Stärke schwebt durch die Stadt! Oder, um mit dem griechischen Philosophen Heraklit zu sprechen: „Panta Rhei - Alles bewegt sich fort und nichts bleibt!“ Herzlichen Glückwunsch, Herr Zimmermann! Wahlanalysen will ich hier nicht vornehmen. Das ist sicherlich in den Parteien oder an anderer Stelle schon geschehen. Tatsache ist aber, dass es eine so große Mehrheit für eine Partei im Monheimer Rathaus noch nicht gegeben hat. Ich selbst habe als BAB-Vorsitzender in den letzten 23 Jahren drei Konstellationen absoluter Mehrheiten erlebt: Die SPD unter Ingeborg Friebe, die CDU unter Dr. Thomas Dünchheim und nun die PETO unter Daniel Zimmermann. Aber noch nie hatten wir eine so deutliche Mehrheit. Sogar Bayern und Herr Seehofer können hiervon nur träumen. In einer derartigen Konstellation ist die Gefahr absolutistischen Herrschens immer latent gegeben. Deshalb verlangen absolute Mehrheiten ein über-großes Verantwortungsgefühl und eine über-große Integrationsbereitschaft. Lieber Herr Zimmermann, um beides bitte ich Sie. Um die Verantwortung für das Gesamte und die Integration, die Mitnahme aller politischen Parteien und gesellschaftlicher Gruppierungen, auch wenn hier einmal Positionen vertreten werden, die nicht der PETO-Richtung entsprechen. Die Geschichte der absoluten Mehrheiten im Monheim der letzten 20, 30 Jahre mit ganz unterschiedlichen Parteien zeigt auch, wie schnell diese Mehrheiten wieder verschwinden können. „Panta Rhei – Alles bewegt sich fort und nichts bleibt!“ Lieber Herr Zimmermann, am besten verfahren Sie einfach nach dem rheinischen Motto „Man mus och jünne künne!“ Da Sie ja Jahre lang in Baumberg gelebt haben, wird Ihnen dies sicherlich nicht allzu schwer fallen. Letztes Thema: Die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in unserer Stadt. Nichts ist größer einzuschätzen als das freiwillige und ehrenamtliche Engagement Hunderter Personen in Baumberg und Monheim. Alleine in Baumberg gibt es etwa 50 Organisationen wie Vereine, Kirchen, Sozialeinrichtungen, in denen viele Menschen ehrenamtlich aktiv sind. Ohne all diese Ehrenamtler wäre Baumberg viel ärmer, hätte eine andere Kultur, nicht so das Gefühl der Zusammengehörigkeit, vielleicht auch mehr Eingriffe des städtischen Rathauses in unsere örtlichen Belange. Viele Menschen sind stolz darauf, dass sie in Baumberg ehrenamtliche Aufgaben unentgeltlich und freiwillig übernehmen. Hierfür möchte ich an dieser Stelle Allen persönlich, von ganzem Herzen danken. Habt vielen Dank für Euer Engagement. Ich habe einmal versucht, das ehrenamtliche Engagement zu quantifizieren und damit dessen Stellenwert zu verdeutlichen. Konkret: In Baumberg wird in etwa 50 Organisationen ehrenamtlich gearbeitet. Unterstellt man einen fiktiven Stundensatz von 20,-- Euro je aufgewendeter Arbeitsstunde und multipliziert diesen mit einer Durchschnittszahl geleisteter Arbeitsstunden je Organisationseinheit, natürlich in einer Durschnittskalkulation, so kommt man zu einem Wert aller ehrenamtlicher Aktivitäten in Baumberg pro Jahr von etwa vier Mio.-- Euro. Wie gesagt: Grob und mit Durchschnittswerten berechnet. Aber irgendwo da liegt die Zahl. Unterstellt man das gleiche für Monheim und berücksichtigt zudem das ehrenamtliche Engagement von Menschen, die keiner Organisation angehören, heißt das Ergebnis: Etwa 10 Mio. Euro für ganz Monheim Macht in 10 Jahren etwa 100 Mio. Euro. Der helle Wahnsinn! Und dies unabhängig der Finanzlage der Stadt. Auch als die Stadt im Zeitalter der Haushaltssicherung kaum einen finanziellen Spielraum für viele Aktivitäten hatte, hielten die Ehrenamtler vieles Aufrecht! Fazit: Die Bürger und Bürgerinnen in Monheim und Baumberg haben immer schon ihren Beitrag zur Entwicklung der Stadt geleistet und werden das auch in Zukunft machen. Der BAB ist hier auch einzuordnen. 2014 war ein gutes Jahr für den BAB. Ich möchte hier nichts Besonderes herausstellen. Es lief insgesamt sehr gut. Auch im 43. Jahr seines Bestehens hat sich der BAB bewährt: Auf Traditionen aufbauen, für die Zukunft gestalten! Lassen Sie mich abschließend einige Worte zur Tradition sagen. Manchmal wird das etwas belächelt und heruntergemacht. Dazu besteht absolut kein Grund. Tradition ist auch ganz einfach. Tradition heißt nämlich: „Die Asche zurück lassen und die Flamme nach vorne tragen:“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesundes und hoffentlich friedvolles, ein gutes Jahr 2015!