Von der alten Fassabfüllhalle zur kulturellen Stätte der Bürgerschaft

Der geplante Umbau der denkmalgeschützten Abfüllanlage auf dem ehemaligen Shell-Gelände in Monheim war Gegenstand des BAB-Talks am 14.5.2019 im Bürgerhaus Baumberg.

Martin Witkowski, Geschäftsführer der Kulturwerke GmbH erläuterte vor mehr als 40 Besuchern das Umbau- und Nutzungskonzept der Halle, deren abstrakt wirkende Bezeichnung „ Kulturraffinerie K 714“ jedoch bei näherem Hinsehen Hinweise auf Rheinkilometer 714 und die historische Nutzung der Anlage enthält.

Ausgelegt wird die Halle auf bis zu 4.000 Besucherinnen und Besucher, wobei eine intelligente Aufteilung in drei Hallen möglich ist. Zusätzlich ist im Anbau eine ca. 350 Personen Platz bietende kleinere Halle vorgesehen.

Nach intensiver Durchsprache der baulichen Änderungen mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde wird das Erscheinungsbild der historischen Abfüllhalle ´doch entscheidend verändert. Zwar bleiben die Außenmauern mit den typischen Rundbogen-fenstern erhalten, über den mittleren Teil der Anlage wird aber ein großer Kubus mit einer Höhe von mindestens 12 m. errichtet, der prägend für die Ansicht – insbesondere vom Rhein her - sein wird. Ein großes Vordach über dem Eingangsbereich auf der Nordseite (also dem Hotel abgewandten Seite) ist geplant aber noch nicht unumstritten.

Die Frage: „Was haben die Vereine von dem Hallenumbau?“ beantwortete Witkowski wie folgt: „Aufgrund der flexiblen Raumgröße und der vorgesehenen Nutzung in den Bereichen Tourismus, Kultur und Brauchtum, können auch Monheimer und Baumberger Vereine die Halle für größere eigene Veranstaltungen nutzen“. Fragen zur Bewältigung des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens einschließlich der Parkmöglichkeiten haben zwar mit dem Hallenkonzept wenig zu tun, waren aber erwartungsgemäß Gegenstand von Fragen, deren Beantwortung Veranstaltungsmoderator Markus Gronauer übernahm: „Ertüchtigungen der Opladener und der Berghausener Straße sind ohnehin vorgesehen“. Die Kosten für Halle, Parkhaus und Erschließung beziffert er mit ca. 80 Mio. €, einschließlich Inventar und bauzeitbezogenen Verteuerungen könne man wohl von 100 Mio. € ausgehen. Lt. Wikowski ist der Nutzungsbeginn im Jahr 2023 geplant.

Am Ende der Veranstaltung bewies der Beifall der Anwesenden, dass die anschaulichen und lebendigen Erläuterungen Witkowskis verbunden mit souveränen Antworten auf zahlreiche Fragen einen guten Überblick über das Umbaukonzept gegeben haben.

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