Bürgerhaus Baumberg: Der Botschafter der Republik Malta referierte am 7. Mai 2014 über das kleinste Mitglied der Europäischen Union

19.05.2014 Erstellt von H. Heymann EuropaUnion Monhein und VHS hatten geladen und viele kamen! Im Rahmen der Europawoche „Malta“ stellte Herr Dr. Friggieri sein Land vor. Moderiert und eingeleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Manfred Klein, Vorsitzender der Monheimer EuropaUnion und gleichzeitig Vorstandsmitglied des BAB. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der „Paul Curmi Dance Company“ unter Leitung von Herrn Eldrdige Saliba Curmi. Konkret: Ein Musikduo , bestehend aus zwei Musikern, und ein wunderbares Tanztrio fanden immer wieder den verdienten Applaus des Publikums und vermittelten dem Publikum ein wenig von der Kultur und Musikalität, damit auch dem Lebensgefühl, der Malteser. Knapp 100 Personen wohnten der Veranstaltung bei. Alle waren begeistert! Begeistern konnte auch Herr Dr. Friggieri in seinem Vortrag über „Malta – gestern und heute“. Im Einzelnen kurz zusammengefasst: 0 Malta ist mit rund 420.000 Einwohnern das kleinste Mitglied der Europäischen Union. Aufgrund seiner strategischen Lage, gelegen im Zentrum des Mittelmeeres und Schnittpunkt mehrerer Handelsstraßen zwischen Europa und Afrika, lag Malta schon seit einigen Jahrtausenden im Interesse anliegender Staaten. 0 Malta hat weder Flüsse noch Seen, weder Berge noch Bodenschätze. Über 50% des Trinkwassers kommt aus den Anlagen der Meeresentsalzung, der Rest ist aufgearbeitetes Regenwasser. Im Sommer regnet es fast nie. 0 Seit der Antike schon gibt es große Steinbrüche, in denen Kalkstein abgebaut wird. Darüber hinaus wird Ton als Baummaterial verwendet. Das Bild Maltas wird durch viele Felder geprägt, die terrassenförmig an den Hügeln angelegt sind, mit charakteristischen Steinwällen gegen die Bodenerosion geschützt sind. Natürlich bremst die Wasserknappheit die Erträge der Landwirtschaft, insbesondere im Sommer. Malta versorgt sich nur zu 20% selbst, der Rest muss importiert werden. Was auf Malta geerntet wird sind: Tomaten, Kürbisse, Paprika und Zitrusfrüchte, um nur einiges zu nennen.
  • An den Küsten Maltas finden flache Strände und tiefe Buchen, aber auch Steilküsten, die unmittelbar ins Meer gehen. Die höchste Erhebung Maltas ist 253 Meter hoch. Eine besondere Attraktivität sind viele Grotten, die nur mit dem Boot zu erreichen sind und die die Witterung in die Felsenformationen eingefügt hat.
  • Malta zählt geographisch zum Europäischen Festlandsockel. Die Insel ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern Rest einer ehemaligen Landbrücke zwischen Sizilien und Malta, aufgebaut durch Sedimente, insbesondere Ablagerungen aus Kalk und Ton.
  • Heutige Hauptstadt ist Valletta, auch als „Grand Harbour“ bezeichnet, einer er wichtigsten Häfen im Mittelmeer und gleichzeitig einer der schönsten Naturhäfen der Welt.
  • Einige geschichtliche Daten, kurz zusammengefasst aus der wesentlich längeren Darstellung von Herrn Dr. Friggieri: In der „Höhle der Finsternis“ finden sich die ältesten Spuren menschlicher Existenz auf Malta, 7000 Jahre alte Knochen ehemaliger Bauern der Jungsteinzeit, die Malta, aus Sizilien kommend, erstmals besiedelten. 4000 v.Chr.:neue Einwanderungswelle in der Kupferzeit. Zur gleichen Zeit etwa: Die Epoche der Tempel, die allesamt unter Unesco Welterbe stehen, besonders beeindruckend eine unterirdische Tempelanlage . Die Kupferzeitepoche ging aus noch nicht geklärten Umständen unter. Um 2400 v. Chr. begann die Bronzezeitbesiedlung Maltas. Die Phönizier prägten das Bild Maltas zwischen 850 und 600 v.Chr. fast 250 Jahre lang. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten, noch erhaltenen schriftlichen Aufzeichnungen. Die Karthager eroberten Malta um 600 v.Chr. und bauten hier einen ihrer Stützpunkte gegen die Griechen. Ab 218 v.Chr. folgten dann die Römer für einige Jahrhunderte. Aus dieser Zeit stammen noch einige in Resten erhaltene römische Villen mit wunderbaren Bodenmosaiken. 60 n.Chr. wurde die Pauluskirche errichtet. Der heilige Paulus war auf Malta gestrandet und lebte hier einige Monate. Von daher hat Malta auch heute noch eine gewachsene Paulus-Tradition. Zu sehen sind heute Überreste christlicher Katakomben aus dem 4. und 5. Nachchristlichen Jahrhundert. Nach den Byzantinern kamen von 870 bis 1090 die Araber. Sie hatten wesentlichen Einfluss auf die Sprache Maltas. 1090 folgten die Normannen. Seit diesem Jahr zählt Malta politisch zu Europa. 1530 bis 1798 prägte der Orden des heiligen Johannes („Malteser-Orden) die Insel. In dieser Zeit wurde Malta mit seiner Hauptstadt Valletta zu einer der bedeutendsten Kulturstätte Europas ausgebaut. Malta war fast 270 Jahre lang Ordensstaat. Malta wurde europäisch und katholisch. Viele Gebäude sind aus dieser Epoche noch erhalten, insbesondere die Johanneskathedrale und das Krankenhaus des Ordens. 1565 folgte die „Große Belagerung“ durch die Türken. Die Belagerung wurde durch Tapferkeit und besonderen Kampfesmut der maltesischen Bevölkerung abgewendet. 1592 wurde die Universität gegründet, 1766 folgte die Grundstein-Legung Vallettas und der Ausbau zu einer fast uneinnehmbaren Festung. 1798 vertreibt Bonaparte den Malteser-Orden aus Malta. Die Franzosenzeit war nur sehr kurz. Die Engländer unter Lord Nelson vertrieben die Franzosen. Malta wurde von 1800 bis 1964 britische Kolonie. In diese Zeit fiel die Verleihung des Georgskreuzes durch den englischen König im Jahre 1942. Englisch ist heute noch 2. Landessprache.
  • 1964 wurde Malta unabhängig, 1974 Republik, 1979 verließen die letzten britischen Streitkräfte die Insel, seit 2004 ist Malta EU Mitglied.
  • Malta hat heute 420.000 Einwohner, 5% davon haben nicht die maltesische Nationalität. Die Bevölkerungsdichte ist sehr hoch, sie ist die fünft höchste der Welt.
  • Abschließend erläutert Herr Dr. Friggieri das politische System Maltas, die politischen Partien und die Gewerkschaften. Wichtiges Datum: 1. Januar 2008 die Einführung des Euros als offizielle Währung.
  • 300 Kirchen und unzählige Kapellen gibt es heute auf Malta. Die Insel ist sehr katholisch und der Einfluss der katholischen Kirche ist hoch. In der Landesverfassung ist der Katholizismus als offizielle Staatsreligion verankert.
  • Der Tourismus ist mittlerweile einer der wichtigsten Erwerbsquellen geworden, insbesondere sind die Kreuzfahrschiffe von großer Bedeutung. Sie bringen jährlich etwa 500.000 Touristen nach Malta. Größte Gruppe sind die Deutschen.
  • Aktuell haben etwa 200 Tochterunternehmen großer internationaler Unternehmen ihren Sitz auf Malta: Elektroindustrie, Kfz-Teile-Fertigung, Medizin-Produkte , und vieles mehr.
  • Wichtig ist auch der Container-Hafen Maltas, ein Freihafen, der drittgrößte im Mittelmeer-Raum, mit der jährlichen Abfertigung von 2.500.000 Millionen Containern.
  • Die Luftfahrt mit der AirMalta entwickelt sich gut. Viele Finanzdienstleister und zusätzliche Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie siedeln sich augenblicklich in Malta verstärkt an.
  • Fazit: Malta ist heute politisch, sozial und wirtschaftlich absolut stabil. Es ist zwar das kleinste Mitgliedsland in der EU, hat aber eine hochinteressante geschichtliche Entwicklung und verfügt über einzigartige kulturelle Hinterlassenschaften.
Herr Dr. Frigieri zeichnete in einem anschaulichen und von vielen Fotos begleiteten Vortrag ein buntes und erfolgreiches Bild von Malta. Seine Ausführungen waren kurzweilig und begeisterten die Zuhörer. Insgesamt ein Highlight im Bürgerhaus Baumberg. Abschließend warb Herr Klein noch einmal für die Wahl zum Europäischen Parlament am 25. Mai. 2014 und dankte allen für ihr zahlreiches Erscheinen.

ABK Prämierung der schönsten Wagen und Fußgruppen: BAB gewinnt ersten Preis in Baumberg!

Am Samstag, den 10. Mai 2014, fand im Bürgerhaus Baumberg die ABK-Prämierung der schönsten Wagen und Fußgruppen statt. Etwa 200 Karnevalisten waren erschienen, die Stimmung war super. Im Mittelpunkt stand die abgeschlossene Sezession 2013/2014 und der Karnevalszug rund um Baumberg. Die Veranstaltung fand rund 2 ½ Monate nach dem Karnevalstreiben in Baumberg statt. Vielleicht kann man das in den nächsten Jahren  etwas zeitnäher mit dem Karnevalsereignis durchführen.  Kleine „Hilfestellung“ an den ABK!

Der BAB gewann in der Kategorie der schönsten Karnevalswagen den ersten Preis! Dicht gefolgt von  den beiden jugendlichen Gruppen der 109er Action Crew und der PETO.

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Landrat Thomas Hendele beim BABtalk am 13. April im Bürgerhaus

Der Landrat des Kreises Mettmann war ins Baumberger Bürgerhaus gekommen und berichtete über Aufgaben und Funktionen des Kreises Mettmann. Ein hochinteressanter und vielfältiger Überblick! Im einzelnen sprach er über die Aufgabenverteilung zwischen Kreis und Monheim, aber auch über die Aktivitäten des Kreises bei Gesundheit und Vorsorge, Bildung und Weiterbildung, Polizei und hoheitliche Funktionen, Wirtschaftsförderung und wirtschaftliche Entwicklung, Touristik und Attraktivitäten um nur einige der Aufgaben des Kreise zu nennen. Darüber hinaus gab Herr Hendele zahlreiche Beispiele und Anregungen über den Kreis Mettmann. Er wies deutlich daraufhin, dass die Stadt Monheim ohne den Kreis Mettmann nicht selbständig existieren könne, sondern wahrscheinlich Teil von Düsseldorf wäre. Als Beispiel nannte er, dass es wirtschaftlich keinen Sinn machen würde, ein eigenes Gesundheitsamt in Monheim aufzubauen. Dazu wäre die Stadt zu klein.

Abschließend wurde noch einmal das Thema der  diesjährigen Rheinufersäuberung des BAB und den Schwierigkeiten mit der Genehmigung durch den Kreis besprochen. Rein rechtlich muss die Rheinufersäuberung bis spätestens Ende Februar abgeschlossen sein. Dieses Jahr fand sie erst Ende März statt. Auslöser dieses späten Termins war die Entscheidung der Stadt Düsseldorf, ihren Dreck-Weg-Tag auf den 29. März zu legen. Da der BAB die Rheinufersäuberung zusammen mit dem Urdenbacher Bürgerverein organisiert, war dieser Termin damit festgelegt. Aus den Besuchern des BABtalks kam die Anregung, der Landrat solle dies doch einmal mit der Stadt Düsseldorf besprechen, um hier eine einheitlichere Denke zu erzeugen. Herr Hendele sagte dies ausdrücklich zu. BAB und Kreis werden das Thema der Rheinufersäuberung 2014 im Herbst dieses Jahres rechtzeitig miteinander besprechen.

Nicht unerwähnt bleiben soll der kurze geschichtliche Exkurs über den Kreis Mettmann. Kaum einer der Besucher wusste, dass der Kreis Mettmann schon fast 2oo Jahre alt ist und eine bewegte Vergangenheit hat.

Der BABtalk mit dem Landrat war hoch informativ und abwechslungsreich. Alle Besucher wussten danach die Aktivitäten des Kreises besser einzuschätzen. Es gab eine Reihe von Fragen. Herr Hendele hat alle souverän und gekonnt beantwortet. Die Veranstaltung war sehr gut und passte genau in das Konzept von BABtalk hinein. Der einzige Wehrmutstropfen. Es wäre allen zu wünschen gewesen, dass mehr als 40 Besucher ihren Weg ins Bürgerhaus gefunden hätten. Lamentieren und kritisieren, zu wenig Informationen zu haben oder gar die falschen, ist das eine, sich aber mal ein wenig Zeit zu nehmen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten ist das andere. Eigentlich schade.

BAB unterstützt die Aktion „Monheim liest“

Die Baumberger Bücher-Telefonzelle

Seit dem 9. April gibt es in Monheim „Bücher aus der Telefonzelle“. An fünf verschiedenen Stellen im Stadtgebiet dienen sie als öffentliche Tauschzentren für Bücher jeglicher Art. Eine tolle Idee, so finden wir. Offiziell spricht man von „öffentlichen Bücherschränken“. Eine dieser Telefonzellen steht in Baumberg auf dem Dorfplatz direkt an der Von-Ketteler Straße.

„Monheim liest“ funktioniert ganz einfach: Jeder kann Bücher kostenfrei mitnehmen und behalten oder auch zurückbringen, jeder kann aber auch eigene Bücher kostenfrei hineinstellen. Wem fällt es schon leicht, ausgelesene und eigentlich nicht mehr benötigte Bücher wegzuschmeißen?  Da kommt dann die Idee mit der Telefonzelle ganz recht! Weitere Standorte sind:  Am Busbahnhof in Monheim, am Ulla-Hahn-Haus an der Neustraße 2-4, am Mehrgenerationenhaus an der Friedenauerstr. 17 II sowie im EDEKA FrischeCenter Hövener im Monheimer Tor. Bei Hövener steht übrigens, sozusagen als „Spezialitätenschrank“, der Kochbücherschrank.

Der BAB hat diese Aktion durch sein Mitwirken bei der Suche nach dem Baumberger Standort und einer Spende für diese super Idee in Höhe von 800,- Euro unterstützt.   Weitere öffentliche Bücherschränke sind geplant. Eine Idee weitet sich aus. Schön wäre es auch, wenn wir hier in Baumberg noch ein oder zwei dieser Bücherschränke hätten, so beispielsweise im Österreich-Viertel  oder auch am „AltenKirmesplatz“, da wo heute die Baumberger Feuerwehr angesiedelt ist. Aber auch andere  Stellen sind gut vorstellbar. Wenn Sie Interesse an dieser Idee haben oder weitere Bücherschränke durch eine kleine Spende unterstützen möchten, schreiben Sie dem BAB und wir kümmern uns darum! Hier nochmals unsere Anschrift: Baumberger  Allgemeiner Bürgerverein, Postfach 20 01 17, 40775 Monheim am Rhein oder einfach mailen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rheinufersäuberung 2014 - Eine super Geschichte!

Zum 35. Mal hat der BAB zusammen mit der Baumberger Bevölkerung das Rheinufer vom Kielsgraben in Monheim bis hin weit hinter dem Campingplatz Richtung Urdenbach sauber gemacht. Zum 10. Mal zusammen dem Bürgerverein aus Urdenbach. Das Wetter war phantastisch, die Sonne schien und der Frühling zeigte sich von seiner schönsten Seite. Und viele viele kamen und machten mit. 100 etwa aus Urdenbach und gut 50 aus Baumberg.

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BABtalk mit Landrat Thomas Hendele am 13. April 2014

BABtalk am 13. April 2014, 11:00 Uhr im Baumberger Bürgerhaus. Landrat Thomas Hendele beim BAB!

Am 13. April findet der erste BABtalk in diesem Jahr statt. Eingeladen haben wir den Landrat des Kreises Mettmann, Herrn Thomas Hendele. Herr Hendele hat die Einladung des BAB zwischenzeitlich angenommen und hat fest zugesagt. Hierfür bedanken wir uns sehr.

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